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P. Luetzelschwab
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P. Luetzelschwab

Graffitikunst, Fotografie und Siebdruck vereinen sich bei Patrick Luetzelschwab in einem Werk. In seiner künstlerischen Tätigkeit interveniert er nicht nur am Organismus der Stadt durch das Bemalen von Industriehallen, Brücken oder Pfeilen sondern auch in seinen Fotografien, die stark bearbeitet wurden. Der Künstler kommuniziert den Rezipienten seine Inhalte auf zwei Ebenen. Die erste Art und Weise kann man nach Baudrillard als „Tätowieren der Wände“ bezeichnen. Er hinterlässt die Spuren seiner Anwesenheit mit Hilfe von Graffitikunst. Durch diese Intervention  im öffentlichen Raum kann er das Territorium, seine Stadt und seine Umgebung symbolisch wiedergewinnen, seine Anwesenheit betonen. Auf der zweiten Ebene betont er seine individuelle Sichtweise durch das Bearbeiten von Stadtansichten, die er früher oft aktiv mitgestaltet hat. Es entstehen überraschende Zusammensetzungen. Auf seinen Siebdrucken wurden oft zerstörte Plätze, postindustrielle oder industrielle Landschaften mit unschuldigen Kinderfiguren kontrastiert. Diese Verbindung verdeutlicht noch intensiver den besonderen Charakter von diesen Gebieten. Auch die scheinbare Idylle auf den Bildern von der Serie „Lilly und Marie“ wurde durch industrielle Elemente wie zum Beispiel Überwachungskameras oder Atomkraftwerke gebrochen. Sowohl seine Graffitiarbeit als auch die Zusammensetzungen von seinen Fotos kann man als ein Versuch betrachten, die Entfremdung in den postindustriellen Stadtgebieten zu überwinden.                

Maria Franecka | Herausgeber/ Copyright: Galerie Gerken, Berlin
 

 


 

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