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Alex Fakso

Alex Fakso wurde 1977 in Italien geboren. Dort fing er in den frühen Neunzigern mit Graffiti- und Skateboard-Fotografien an. Sein großes Interesse an der Fotografie führte dazu, dass er dieses Fach am Arts Institute in Cittadella (Padova/Italien) belegte. Zehn Jahre Erfahrung in der Fotografie erweiterten seinen Horizont: Er verwendet heute analoge oder digitale Kameras um Farb- oder Schwarzweiß-Aufnahmen zu machen, die alle durch seinen eigenen Stil geprägt sind.

Fakso versucht stets Menschen durch persönliche Sichtweisen zu zeigen. Eines seiner Projekte “Heavy Metal” dokumentiert Graffitikünstler, die ihre Namen auf öffentlichen Verkehrsmitteln platzieren. Da er selbst auch Graffitikünstler ist, merkte er bald, dass es ihm nicht genügte, nur seinen Namen auf einen Zug zu schreiben und das Ganze mit der Kamera festzuhalten. Also fokussierte er sich auf das Einfangen der Emotionen und herausfordernder Situationen, die er und seine Freunde durchleben mussten. Dazu gehört das unerlaubte Eindringen in streng überwachte Bereiche mit Videokameras, Stacheldraht und Sicherheitspersonal. Einige dieser Aufnahmen sind in seinem ersten Buch “Heavy Metal” zu sehen, 2007 veröffentlicht durch Damiani Editore.

Sein zweites Buch “Fast or die”, als Nachfolger von “Heavy Metal”, taucht noch ein Stückchen tiefer in die Undergrounds der Weltmetropolen ein. Arbeitsorte seiner Werke sind die stillen, verlassenen Subway-Tunnel, die das eindrucksvolle Szenario seiner Protagonisten wiedergeben. Die Aufnahmen sind authentischer, roher Natur und berichten von der lebhaften Atmosphäre und den Sensationen der Parallelwelt, die in den dunkelsten Kurven unserer Städte atmet und sich bewegt.

Um möglichst zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen, verbrachte er die letzten zwei Jahre damit in ganz Europa zu arbeiten, von Barcelona, über London, von Bukarest bis Moskau. Er war sogar einige Monate in Tokio, São Paulo und Los Angeles.

Alex Fakso rekonstruiert das Epos des Undergrounds einer Handvoll glaubhafter Träumer, die nur unter sich kommunizieren, ohne dabei Wert zu legen auf Lob und Kritik. Das Engagement und die evokative Kraft, die aus Alex Fakso´s Fotografien sprechen, vollbringen eine institutionelle Aufgabe: Sie helfen uns dabei zu lernen, wenn nicht sogar zu teilen, zumindest jedoch zu versuchen zu verstehen. — Giovanna Calvenzi

 

 

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